fbpx

Warum benötigt eine Website eine Datenschutzerklärung?

Die Antwort lautet recht einfach, weil jede Website personenbezogene Daten erhebt.

Echt? Ich will doch gar keine personenbezogene Daten haben!

Schon technisch bedingt geht es aber nicht anders. Denn vereinfacht gesagt funktioniert das Internet nun einmal so, dass eine IP-Adresse des Nutzers erforderlich ist, um eine Website aufzurufen. Und in den Log-Files einer Website sind gerade diese IP-Adressen, verknüpft mit der genauen Uhrzeit, an welcher der Aufruf stattgefunden hat, gespeichert.

Aber die IP-Adresse sagt mir doch gar nichts über die Person des Nutzers?

Die Datenschutzbehörden und Gerichte gehen denoch davon aus, dass es allein durch die Verknüpfung von Uhrzeit und IP-Adresse ein dem jeweiligen Nutzer genau zugeordnetes personenbezogenes Datum ist. Die wenigsten Personen haben eine statische, also immer diesen zugeordnete IP-Adresse. Die normalen IP-Adressen werden automatisch vom System spätestens nach 24h unterbrochen und neu vergeben. Meist bereits jedesmal, wenn sich der Nutzer mit dem Internet verbindet. Somit können Sie bei der Eingabe einer IP-Adresse oft nur feststellen, welcher Provider genutzt wurde und woher ungefähr der Nutzer kam. Und erst der Provider des Nutzers kann Auskunft darüber geben, wer genau der Anschlussinhber der IP-Adresse zu dem konkreten Zeitpunkt war. Daher ist auch erst die Kombination von IP-Adresse und Uhrzeit ein personenbezogenes Datum. Aber mit genau diesen beiden Informationen, die von jeder Website schon technisch bedingt erhoben werden, ist es nunmal theoretisch (für die Polizei, Gerichte oder eben die Provider) möglich den Personenbezug herzustellen.

Aber ich will doch gar nichts mit diesen Daten anfangen?

Dies ist egal. Denn nach Artikel 13 DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) hat jeder, der personenbezogene Daten erhebt, darüber zu informieren und vor allem dann den Betroffenen auch über seine Rechte zu informieren. Die Liste der zu gebenden Informationen ist recht lang.

Gibt es nicht eine Ausnahme von der Pflicht?

Ja, denn die DSGVO gilt nur für Unternehmen. Wenn Sie also eine rein private Website unterhalten (aber wirklich rein privat und nicht einmal mit Werbuntg für Dritte etc.), dann ist die DSGVO überhaupt nicht anwendbar. So jedenfalls Art. 2 DSGVO, welcher regelt, dass diese Verordnung keine Anwendung findet, auf die Verarbeitung personenbezogener Daten, durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten.

Soweit also alles klar?

Wenn wir Ihre Website erstellen, dann können Sie zusätzlich die datenschutzrechtliche Prüfung und Erstellung der erforderlichen Datenschutzerklärung durch Rechtsanwalt Matutis beauftragen. Dann sind Sie rechtlich auf der sicheren Seite.